2002


Super Illu, Nr.34/2002  Die große Dame des Jazz
RUTH HOHMANN - Sie gehört zu den erfolgreichsten Sängerinnen der DDR. 20 Jahre lang unterrichtete sie an der Berliner Musikhochschule. Nun wird sie 71 und swingt noch immer
Jazz ist eine Musik, bei der man Herz, Körper und Geist braucht, die von innen kommt", sagt Ruth Hohmann. Sie muss es wissen. Seit 57 Jahren, seit sie erstmals die Jazz Legende Duke Ellington im Radio hörte, hat sich die Wahlberlinerin dieser Musik verschrieben. Gerade 14 war sie da.
Niemand konnte ahnen, dass sie eines Tages zu den erfolgreichsten Jazz-Sängerinnen der DDR zählen würde. Eher glaubten alle, der gaukelnde kleine Springinsfeld. über den man schon im Eisenacher Theater in der "Puppenfee" lachte, würde beim Kabarett landen. "Aber dazu war keine Zeit", erinnert sich die große Dame des Jazz ohne Reue.
Studentenliebe. Auf der Schauspielschule in Erfurt lernte Ruth den Dramaturgiestudenten Heinz Hofmann kennen. Nach Heirat (Hohmann ist ihr Künstlername) und Umzug nach Berlin, weil Heinz Theater- und Filmkritiker wurde, kam die erste von zwei Töchtern zur
Aktiv und vital. Ruth Hohmann, seit 1992 verwitwet, unterrichtet inzwischen zu Hause. Wenn sie nicht zu Besuch bei einem ihrer sechs Enkelkinder ist, swingt sie mit dem "Jazz Collegium" oder mit Walfriede Schmitt im Programm "Love and Blues" der Reihe "Jazz - Lyrik - Prosa". Zwischendurch gibt's "Jazz im Frack" an der Komischen Oper. Als vor zwei Jahren bei einem Konzert mit der RIAS-Bigband die Musiker aus Anerkennung auf ihre Pulte
klopften, erzählt die 71-Jährige viel zu bescheiden. war das für sie als alte Dame ..schon toll".
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